Tumormarker

Die Tumormarker werden im Blut gemessen und dienen als Hilfsmittel um den Verlauf der Tumorkrankheit bei den regelmässigen Nachkontrollen nachverfolgen zu können. Tumormarker sind aber viel zu unspezifisch, als dass allein aus erhöhten Werten auf einen bösartigen Tumor geschlossen werden dürfte. Auch bei gesunden Personen oder bei anderen Erkrankungen, wie Lungenentzündung oder Hepatitis, können die Werte der Tumormarker erhöht sein. Wie stark der gemessene Wert vom Normalwert abweicht, gibt ebenfalls nur geringe Auskunft über die Grösse des Tumors. Aus diesem Grund genügen Tumormarker nicht für die Erstdiagnose, sondern sind vor allem ein wichtiger Parameter für den Verlauf der Krebserkrankungen nach Behandlung. 
Es gibt nicht einen allein gültigen Marker, der kennzeichnend für Krebs ist. Verschiedenste Marker können bei unterschiedlichen Krebsarten erhöht sein.
Der wichtigste Tumormarker bei Darmkrebs ist das CEA (carcinoembryonales Antigen). Andere sind das CA 19/9 (Cancer-Antigen 19/9) und das AFP (alpha-Fetoprotein).



CEA wird als normales Eiweiss während der Schwangerschaft im Gewebe des Neugeborenen gebildet. Nach der Geburt wird dieser Stoff vor allem von den Zellen im Darm, der Bauchspeicheldrüse und der Leber produziert. Man muss von einer Krebserkrankung ausgehen, sobald der gemessene Wert über dem 8-fachen des Normalwertes liegt.



CA19/9 findet man in vielen Schleimhautzellen, in geringen Mengen auch in Leber, Gallenblase, Magen, Darm und Lunge. Erhöhte Werte können deshalb auf eine Krebserkrankung oder Entzündung dieser Organe hinweisen.



AFP wird vor allem in der Leber und während der Schwangerschaft im Dottersack hergestellt, während es bei Erwachsenen nur noch in kleinen Mengen vorhanden ist. AFP spielt eine bedeutende Rolle beim Leberkrebs, geringer auch bei Darmkrebs, und zwar vor hauptsächlich dann, wenn bereits Metastasen existieren.

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