Operation

Bei der Operation, die praktisch nach allen Darmkrebsdiagnosen nötig wird, wird versucht, den Tumor möglichst vollständig und grosszügig zu entfernen. Das bedeutet, dass der vom Krebs befallene Darmabschnitt und die zuhörigen Lymphknoten mit einem Sicherheitsabschnitt zum befallenen Gewebe herausoperiert werden, um so möglichst zu vermeiden, dass sich der Tumor wieder neu bildet. Diese Operation erfolgt meistens relativ rasch, um zu verhindern, dass der Krebs weiter wächst und eventuell schon Metastasen bildet. Auch wenn ein Stück des Darms entfernt werden muss, wirkt sich das auf die gesamte Länge des Darmes kaum aus. Deshalb spürt man meistens nach einer gelungenen Operation kaum etwas.



Wird der Krebs erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wird oft dennoch operiert, obwohl nur mehr eine kleine Chance auf Heilung besteht. In diesen Fällen ist es oft nicht mehr möglich, den Tumor komplett zu entfernen. Dennoch ist eine Operation sinnvoll, weil dadurch  schwerwiegende Komplikationen wie ein Darmverschluss oder schwere Blutungen vermieden werden können. Auch kann oft die Lebensqualität verbessert und auch die Lebenserwartung erhöht werden.

Metastasen, Tumorabsiedler in andern Organen, kommen beim Darmkrebs vor allem in der Leber und der Lunge vor. Sind diese Metastasen einer Operation zugänglich, werden sie heute oft operativ entfernt. Falls die Metastasen schon relativ gross sind, werden sie allenfalls vor der Operation mittels Chemotherapie vor behandelt, damit sie kleiner werden und nachher besser entfernt werden können.



Von vielen Patienten wird befürchtet, dass sie nach der Operation mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma) leben müssen. Mit den heutigen Operationstechniken ist ein Stoma nur mehr sehr selten nötig. Vereinzelt wird ein Stoma auch provisorisch angelegt, damit die Operationsstelle gut verheilen kann und sich der Darm nach der Operation besser erholen kann. Der künstliche Darmausgang bleibt dann meistens ca. 8-12 Wochen bestehen. Anschliessend wird der künstliche Ausgang wieder verschlossen, so dass eine normale Darm- und Stuhlfunktion wieder möglich ist.

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