Glossar

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  • Adenom

    Gutartiger Tumor, der aus Drüsengewebe hervorgeht; daraus kann Krebs entstehen

  • adjuvant

    Unterstützend; eine adjuvante Therapie erfolgt nach der z.B. operativen Entfernung eines Tumors, um einem möglichen Rückfall, d.h. einer Neubildung vorzubeugen, z.B. mit Chemotherapeutik

  • Anämie

    Blässe verursacht durch Blutarmut respektive Eisenmangel im Blut

  • Antiemetikum

    Medikament zur Verhinderung/Linderung von Erbrechen z.B. hervorgerufen durch medikamentöse Krebsbehandlung (Chemotherapie)

  • Antigen

    Substanz, die verursacht, dass die körpereigene Abwehr (Immunsystem), in Gang gesetzt wird und so genannte Antikörper bildet. Dadurch wird die Abwehr des Körpers, z.B. gegen Krebszellen, gestärkt. In gewissen Krebszellen lassen sich Antigene im Labor nachweisen; das ist wichtig, um zu verfolgen, wie und ob ein Medikament wirkt.

  • Antikörper

    Eiweiss, das der Körper zu Abwehr gegen Viren, Bakterien und Krebszellen bildet; es wird ins Blut abgegeben und „kämpft“ dort gegen eingedrungene, schädigende Viren und Bakterien

  • benigne

    gutartig

  • Biopsie

    Gewebsprobe, die entnommen wird, um festzustellen, ob gut- oder bösartige Zellen vorhanden sind; erfolgt meistens unter lokaler Betäubung

  • Bluttest

    s. Okkultbluttest; im Zusammenhang mit Darmkrebs: Bluttest, um festzustellen, ob sich Blut im Stuhl befindet, was ein Anzeichen für eine entzündliche Darmerkrankung (s. Colitis ulcerosa) oder für einen Darmtumor sein kan

  • CEA-Wert

    Wert des carcino-embryonalen Antigens. Tumormarker für Darmkrebs

  • Chemotherapie

    Medikamentöse Behandlung von Krebs, meist in Form von Tabletten oder Infusionen, mit dem Ziel, das Wachstum von Tumorzellen zu hemmen.
    Chemotherapeutika verhindern das Wachstum von Zellen, die sich rasch vermehren – nebst Tumorzellen sind das auch die Haar- oder Darmschleimhautzellen; deshalb kann es zu Haarausfall Übelkeit oder Erbrechen kommen.

  • Colitis ulcerosa

    Chronische Darmentzündung, die ein Risikofaktor für Darmkrebs darstelle. Die Krankheit geht häufig mit Blut- und Schleimbeimengungen im Stuhl  und starken Bauchschmerzen einher. Die Krankheit verläuft in Schüben und beginnt meistens im Alter zwischen 20. und 40. Jahre.

  • Colon

    Dickdarm (lateinischer Begriff)

  • Colorectales Carzinom

    s. Kolorektales Karzinom

  • Computertomographie (CT)

    Computergestütztes röntgendiagnostisches Verfahren; mit Hilfe von Röntgenstrahlen errechnet der Computer Bilder von Längs- und Querschnitten des Körpers.

  • Crohn (Morbus Crohn)

    s. Morbus Crohn

  • Darmkrebs

    Zusammenfassender Begriff für Krebs im Dick-, Dünn- oder Mastdarm

  • Darmspiegelung

    Synonym für Endoskopie: Untersuchung der Darmschleimhaut mittels eines Endoskops= beweglicher Schlauch, in dem ein optisches Gerät angebracht ist, um das Vorliegen von entzündungsbedingten Verletzungen der Darmwand, Polypen oder Tumore zu überprüfen. Heute ist eine Darmspiegelung zwar etwas unangenehm, aber weitgehend schmerzfrei. Besonders schmerzempfindliche Personen erhalten auf Wunsch ein Beruhigungs- resp. Schmerzmittel.

  • Diagnostik

    Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit führen, z.B. aufgrund von Symptomen, Labor- und Röntgen-Untersuchungen

  • Endoskopie/Endoskop

    Untersuchung von Körperorganen durch Körperöffnungen. Endoskop ist ein biegsames, schlauchförmiges Gerät für diese Untersuchung. Ein Koloskop ist beispielsweise ein Endoskop zur Darmspiegelung.

  • falsch-positiv/falsch-negativ

    Ein Testergebnis, z.B. eines Bluttests zur Erkennung von Darmkrebs, ist falsch-positiv, wenn die Blutung nicht aufgrund eines Tumors vorliegt, sondern andere Ursachen, z.B. Hämorrhoiden, zu Grunde liegen. Ein Testergebnis ist falsch-negativ, wenn trotz eines negativen Resultates auf z.B. Krebszellen, solche vorhanden sind, aber durch den Test irrtümlich nicht erkannt werden.

  • FAP

    Familiäre adenomatöse Polypose. Erbliche Erkrankung des Dickdarms, bei der über hundert Polypen gefunden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus Darmkrebs entwickelt ist 100%.

  • Flexible Sigmoidoskopie

    s. Sigmoidoskopie

  • Gastroenterologe/-in

    Facharzt/ärztin für Magen-Darm-Erkrankungen

  • Gastroenterologie

    Magen-Darm-Heilkunde (lateinischer Begriff)

  • Gen

    Ein Teil der Erbsubstanz, die erblich Merkmale wie z.B. Augen-, Haarfarbe oder auch das Risiko für eine Krebserkrankung festlegen.

  • Genetische Belastung

    Im Erbgut, d.h. in den Genen, festgelegte / verankerte Belastung z.B. ein erhöhtes Krebsrisiko

  • Grading

    System zur Einstufung von Krebszellen unter dem Mikroskop mit dem Ziel einzuschätzen, wie rasch Tumor wachsen respektive sich ausbreiten wird. Für jeden Tumortyp existiert ein solches Klassifikationssystem. Das Grading spielt eine bedeutende Rolle in der Wahl der Behandlung.

  • Hämoccult

    s. Okkultbluttest

  • Histologie / histologisch

    Die Histologie ist die Lehre vom Aufbau der Gewebe; zur Tumordiagnostik untersucht man unter dem Mikroskop entnommenes Tumorgewebe (s. Biopsie) auf Veränderungen der Zelle hin.

  • HNPCC-Syndrom

    Hereditary Nonpolyposis Colon Cancer = Erbliche Form von Darmkrebs ohne gehäuftes Auftreten von Polypen.

  • Immunsystem

    Abwehrsystem des Körpers, das aus speziellen Zellen und teilweise von ihnen produzierten Abwehrstoffen (Antikörper) besteht. Es dient dazu, körperfremde Substanzen abzuwehren sowie körpereigene, entartete Zellen (z.B. Tumorzellen) zu vernichten, s. auch Antigen/Antikörper.

  • Immuntherapie

    Medikamentöse Behandlung mit dem Ziel, die körpereigene Abwehr zu stärken und zu intensivieren.

  • kanzerogen

    Krebserzeugend; auch karzinogen; Wirkung, die die Entstehung von bösartigen Tumoren begünstigt.

  • Karzinom

    Bösartiger (maligner) Tumor, der an den Schleimhäuten (z.B. im Darm) oder auf der Haut entsteht.

  • Kolon

    Synonym für Darm

  • Kolon

    Synonym für Darm

  • Kolorektales Karzinom

    Zusammenfassender Begriff für Krebs im Dick-, Dünn- oder Mastdarm

  • Koloskopie

    Darmspiegelung, endoskopische Untersuchung (s. Endoskop) der Dickdarmschleimhaut mit Hilfe eines beweglichen Schlauches in dem ein optisches System steckt = Endoskop = Koloskop = „Darmspiegel“

  • lokal

    örtlich, örtlich begrenzt

  • Lymphknoten

    Lymphknoten sind wichtige Bestandteile des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystems). Die Lymphbahnen eines Körpergebietes treffen sich in den dazugehörigen Lymphknoten.

  • Lymphsystem

    Netz von Lymphbahnen, das über den ganzen Körper verteilt ist. Darin fliesst die Lymphflüssigkeit = Lymphe, die zum Transport von Nährstoffen zu den Zellen dienen. Ebenso gelangen die Lymphozyten = wichtige mit der Abwehr beauftragte Zellen durch den Körper mit der Lymphflüssigkeit. In den Lymphknoten wird die Lymphe auf Krankheitserreger und Fremdstoff hin kontrolliert. Liegen solche vor, werden weitere komplizierte Prozesse zur Abwehr eingeleitet.

  • maligne

    bösartig

  • Metastasen

    Tumorableger, Tochtergeschwülste in andere Organe. Sie entstehen durch Abtrennung einzelner Tumorzellen, die über Blut- oder Lymphbahnen in andere Organe wandern und sich dort weiter vermehren. Bei Darmkrebs bilden sich Metastasen am häufigsten in der Leber und in der Lunge.

  • Monoklonale Antikörper

    Im Labor hergestellte Antikörper, die gezielt bestimmte Zellen, z.B. Tumorzellen angreifen und zerstören. Neuer medikamentöser Ansatz für die Krebsbehandlung, deren Vorteil darin liegt, dass nur Krebszellen vernichtet werden, ohne dass umliegendes, gesundes Gewebe geschädigt wird.

  • Morbus Crohn

    Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), die ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs bergen kann. Patienten leidern unter starken Schmerzen im rechten Unterbauch ähnlich wie bei einer Blinddarmentzündung und an Durchfall ohne Blutbeimengung. Die Krankheit verläuft meistens in Schüben, wobei keine Heilung möglich ist, man kann nur die Symptome mildern.

  • Okkultbluttest

    Test, mit dem „okkultes“, d.h. nicht sichtbares Blut im Stuhl nachgewiesen wird. Wenn Blut im Stuhl vorhanden ist, kann das ein Anzeichen für eine chronische Darmerkrankung, Hämorrhoiden oder eine Tumorerkrankung sein.

  • Onkologe/Onkologie

    Facharzt für Krebserkrankungen, Lehre der Krebserkrankungen

  • Palliativ

    Beschwerdelindernd. Eine palliative Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden/Schmerzen einer Krankheit zu lindern oder zu vermeiden. Ziel ist es, dem Patienten eine verbesserte Lebensqualität zu ermöglichen und seine Lebenszeit zu verlängern auch wenn keine vollständige Heilung mehr möglich ist.

  • Polyp

    Gutartige Schleimhautwucherung/Geschwulst in Hohlorganen (z.B. Darm, Magen, Nasen/Rachenraum), oft mit pilzartigem Aussehen. Sie können einzeln oder in grösserer Zahl auftreten. Darmpolypen können Vorstufen für eine Krebsentwicklung sein und werden deshalb oft bei einer Koloskopie entfernt.

  • Polypektomie

    Fachwort für die Entfernung von Polypen

  • Polypose

    Erbliche Darmerkrankung mit zahlreichen (über 50) Darmpolypen. Im Krankheitsverlauf entsteht meist Darmkrebs, so dass es sich häufig empfiehlt, vorsorglich den Dickdarm zu entfernen.

  • Prävention

    Krankheitsvermeidung respektive Früherkennung

  • Radiotherapie

    Behandlung von Krebs mit energiereichen Strahlen, z.B. Röntgenstrahlen, um die Tumorzellen zu zerstören: Strahlentherapie setzt man ein, um einen Tumor vor einer Operation zu verkleinern oder um nach einer Operation noch verbliebenes Tumorgewebe zu zerstören.

  • Rektoskopie

    Endoskopische (s. Endoskop) Untersuchung. Spiegelung des Mastdarms

  • Rektum

    Mastdarm, Enddarm, unterster Darmabschnitt vor dem After

  • Rektum

    Mastdarm, Enddarm, unterster Darmabschnitt vor dem After

  • Rezidiv

    Rückfall. Erneutes Auftreten einer Erkrankung nach zuerst erfolgreicher Behandlung. Wenn ein Tumor erst nach längerer Zeit, d.h. nach fünf oder mehr Jahren, wieder auftritt, spricht man von einem Spätrezidiv.

  • Screening

    Untersuchung einer grossen Personenzahl, um eine Tumorerkrankung im Frühstadium zu erfassen.

  • Sigmoid

    Letzte 30-50 cm des Darms vor dem After

  • Sigmoidoskopie

    „Kleine Darmspiegelung“, endoskopische (s. Endoskop) Untersuchung des letzten Darmabschnitts vor dem After, des Sigmoids

  • Sonographie

    s. Ultraschall-Untersuchung

  • Staging

    Stadieneinteilung. Einstufung der Aggressivität eines Tumors in verschiedenen Stadien aufgrund einer feingeweblichen Untersuchung des Tumorgewebes. Die Einteilung erleichtert das Festlegen der adäquaten – stadiumsgerechten – Behandlung des Tumors.

  • Stoma

    künstlicher Darmausgang, wird auch als Anus praeter bezeichnet. Dazu wird über der Bauchdecke chirurgisch eine kleine Öffnung angelegt, über  die der Stuhl dann ein einen speziellen Beutel entleert wir.

  • Strahlentherapie

    s. Radiotherapie

  • TNM-Klassifikation

    Gruppenteinteilung bösartiger Tumoren nach ihrer Ausbreitung

    T=Tumor
    N=Nodi (benachbarte Lymphknoten)
    M=Fernmetastasen

    Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die Ausbreitungsstadien genau beschrieben, je höher die Indexzahlen sind, desto fortgeschritten ist ein Tumor. Ein Tumor im Frühstadium ohne Metastasen wird als T 1 N 0 M 0 bezeichnet.

  • Tumor

    Geschwulst, unkontrolliertes Zellwachstum, das kann gut- oder bösartig sein

  • Tumormarker

    Stoffe, deren Nachweis bzw. vermehrtes Vorkommen im Blut auf bösartige Tumore hinweisen können, aber nicht müssen. Aus diesem Grund eignen sie sich nur zur Verlaufsbeobachtung eines Tumors, nicht für Screening.

  • Ultraschall-Untersuchung

    = Sonographie, Untersuchungsmethoden, bei der Ultraschallwellen durch die Haut in den Körper gestrahlt werden. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden mit Hilfe eines Computers in Bilder umgewandelt und lassen damit bewegliche Organe genau verfolgen. Da im Unterschied zur Röntgendiagnostik keine Strahlenbelastung besteht, kann die Untersuchung beliebig oft wiederholt werden.

  • X-ray

    Röntgenstrahlen

  • Zytostatika

    Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen hemmen resp. deren Zellteilung unterbinden, damit sie sich nicht weiter vermehren können, s. Chemotherapeutika.

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